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Lehrerinnen-Kolumne: So denken LehrerInnen über die Dauer der Schulferien

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Jetzt ist es bald geschafft. Die ersten Bundesländer in Österreich starten Anfang Juli in die Sommerferien. Darüber, ob diese 9 Wochen am Stück sinnvoll sind oder nicht wird jedes Jahr diskutiert. Das sagen LehrerInnen dazu.

So denken LehrerInnen über die Dauer der Schulferien

JetztUrsula Neubauer(Wienerin)

Ob es schlau ist, einmal am Stück so lange frei zu haben? Darüber wird in Österreich alle Jahre wieder diskutiert, wenn die neunwöchigen Sommerferien starten. Ist das gut für die Kinder? Wären nicht kürzere, öftere Breaks sinnvoller? Diesmal hat Kolumnistin Ursula Neubauer ihre Lehrerinnen-Freundinnen und einen Lehrer-Freund nach den Wünschen aus Lehrersicht gefragt, hier sind sie:

S. sagt: "Mir sind die Sommerferien, so wie sie sind total recht. Ich würde nichts ändern. Es ist ja immer im Juni schon so heiß, dass es allen schwerfällt, sich zu konzentrieren."

 

"Meinetwegen könnten die Sommerferien verkürzt werden"

T. meint: "Ich persönlich würde mir eine andere Aufteilung der Ferien wünschen. Die Sommerferien können verkürzt werden, da es nach 9 Wochen echt schwer ist, wieder in den alten Rhythmus zu kommen - nicht nur für Lehrer, auch für Schüler bedeutet das von heute auf morgen von 0 auf 100% ... und auch für berufstätige Eltern würde das eine Erleichterung bedeuten. Sinnvoll wären Ferien nach den Prüfungs/Schularbeits "Hoch-Zeiten" im November/Feber/April ... dann aber bitte 2 Wochen am Stück, damit man sich auch wirklich erholen kann. Herbstferien und Semsterferien sind zwar schön, aber bringen nicht viel, weil man nur wieder aus dem Fluss rauskommt und nicht wirklich erholt ist nach einer Woche. Ich fände z.B.Trimester nicht schlecht."

V. sagt: "Ich hab mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht über die Aufteilung eigentlich. Ich bin prinzipiell mit den Sommerferien zufrieden, weil man sie nach einem intensiven Schuljahr wirklich braucht. Allerdings wäre im Herbst ein Break auch schön, da geht´s immer ziemlich lang durch."

 

"Wir haben eh sonst auch so viel frei"

M. sagt: "Der Sommer ist zwar wirklich lang, aber zu unterrichten bei unserer Sommerhitze wäre nahezu unmöglich. Das würde nur mit Klimaanlage gehen, die gibt´s in Schulen aber natürlich nicht. Und andere Aufteilung bräuchte ich persönlich auch keine, wir haben eh sonst auch so viel frei dazwischen."

W. sagt: "Meiner Meinung nach gibt es dazu sicher keine ideale Lösung, da es so viele verschiedene Interessen und Zugänge dazu gibt. Wahrscheinlich ist das Thema nicht einmal tertiär wichtig, der wesentliche Zugang wäre wie man zum Thema Bildung und Schule generell steht. Die Schule über Jahrzehnte schlecht zu machen und dann top motivierte Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen zu erhalten, widerspricht sich ja fast selber. An dieser Schraube sollte gedreht werden."

Wie auch immer: Allen schöne Ferien!

 

 

Hey, Frau Fessa

WIENERIN-Autorin Ursula Neubauer hat selbst mal unterrichtet. Aber nur kurz. Der Lehrberuf war nix für sie. Das Thema Schule begleitet sie aber nach wie vor dank vieler Lehrerinnenfreundinnen. In dieser Kolumne schreibt sie über Erlebnisse zwischen Lehrer- und Nichtlehrermenschen und den ganz normalen Schulwahn(sinn).

Zu allen Beiträgen der "Hey, Frau Fessa"-Kolumnenreihe.

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