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Humanität: Dieses Still-Foto veranschaulicht die Absurdität des Nah-Ost-Konflikts

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Ein kleines Zeichen der Menschlichkeit in einem Konflikt, der bereits Jahrzehnte andauert.

JetztRed.(Wienerin)

Eine jüdische Krankenschwester hat mit einer vorbildhaften Geste weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt: Ola Ostrovsky-Zak stillte das Baby einer verletzten Palästinenserin und setzte damit ein Zeichen der Menschlichkeit in einem Krieg zwischen Israel und Palästina, der schon Jahrzehnte andauert.

 

Die Eltern des Kindes wurden nach einem schweren Verkehrsunfall in das Hadassah Ein Kerem-Krankenhaus (Westjordanland), in dem Ostrovsky-Zak angestellt ist, geliefert und behandelt. Während der Vater bei dem tragischen Unfall ums Leben kam, überlebte die Mutter schwer verletzt und liegt seither im Koma. Nur das Kind erlitt bei dem Unfall glücklicherweise nur leichte Verletzungen und wurde von der jüdischen Schwester des Krankenhauses betreut. Nach stundenlangen vergeblichen Versuchen, das Baby mit der Flasche zu füttern, traten schließlich die Tanten des Kindes an Krankenschwester Ostrovsky-Zak heran und baten sie, nach einer Amme zum Stillen zu suchen. 

Ostrovsky-Zak tat daraufhin das einzig Menschliche und bot ihre Hilfe an: "Als stillende Mutter habe ich nicht gezögert und ihnen angeboten, es selbst zu tun" erzählt sie dem israelischen Nachrichtenportal Y-Net. Mehrfach gab sie dem Kind während der Nacht schließlich die Brust und sorgte damit für Verwunderung bei den Verwandten des Kindes.

"Sie waren erstaunt, dass eine Jüdin bereit ist, ihn zu stillen", erklärt die Krankenschwester. Nachdem sie sich bereit erklärt hatte, das Kind zu stillen, wäre sie sogar von den Angehörigen umarmt worden. Doch für sie als Mutter wäre das selbstverständlich gewesen, stellt die Schwester klar. 

Während seine Mutter weiter in kritischem Zustand ist, wurde das Kind mittlerweile in die Obhut der verbliebenen Familie übergeben, wo sich eine Angehörige um das Stillen kümmern wird.

 

Was hierzulande selbstverständlich gewesen wäre, ist in Zeiten der Zerrüttung im Nah-Ost-Konflikt eine ungewöhnliche menschliche Geste, die die tiefen Gräben zwischen den zwei Nationen unterstreicht. Dieser Tage jährt sich der 6-Tage-Krieg bereits zum 50. Mal - bis heute scheitert die internationale Diplomatie daran, eine friedliche und einvernehmliche Lösung im Konflikt zwischen Isreal und Palästina herbeizuführen.

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