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Viral: Hausaufgabe vermittelt negatives Rollenbild - Mutter sie einfach um

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Weil der Lückentext ein konservatives Rollenbild vermittelte und arbeitende Mütter als Drama für die Kinder darstellte, nahm Lynne Porvino die Sache selbst in die Hand.

Mutter mit Tochter bei Hausaufgaben

JetztRed.(Wienerin)

Die kleine Hazel bekommt als Hausaufgabe einen Lückentext mit dem Titel "Zurück zur Arbeit", den sie ausfüllen muss. Ihre Mutter Lynne Polvino hilft ihr dabei. Und traut ihren Augen nicht, als sie den Inhalt des Textes liest: "Ich fühlte mich an diesem Tag schon ziemlich am Ende. Und dann las ich die Aufgabe und war von der Rolle", erzählte sie der NBC-Sendung "Today".

 

Worüber sich Lynne so ärgerte: Die Geschichte erzählt von der kleinen Lisa, deren Mutter wieder beginnt zu arbeiten - das macht Lisa traurig. Dazu kommt, dass der Vater, der deshalb Aufgaben im Haushalt übernimmt, das Frühstück nicht so gut macht. Noch dazu soll Lisa jetzt das Geschirr abwaschen, was sie auch nicht so toll findet. Gottseidank kommt die Mutter, offenbar von Schuldgefühlen geplagt, frühzeitig aus dem Büro.

WEITERLESEN: Mutter schreibt an Schule: "Meine tochter macht keine Hausaufgaben mehr"

 

Kritik an Hausaufgabe erntete Beifall

Wütend über das vermittelte, konservative Rollenbild, das Kindern beibringt, dass es schlecht ist, wenn Mama arbeitet, weil sie ja für Haushalt und Kindererziehung zuständig ist, hat Lynne Polvino die Hausaufgabe kurzerhand umgetextet. Jetzt steht da: "Der Morgen war wunderbar. Lisa musste pünktlich in die Schule. Ihre Mutter musste pünktlich in die Arbeit. Ihr Vater war zu Hause in seiner bezahlten Elternzeit, und kümmerte sich um Lisas jüngeren Bruder und den Haushalt. (...) Lisas Papa machte Frühstück. Es war sehr gut. Und er bat Lisa, das Geschirr abzuwaschen, denn alle funktionierenden Menschen sollten lernen, hinter sich wegzuräumen und anderen zu helfen."

Lynne postete das Original und die umgetextete Aufgabe auf Facebook und erntete großen Beifall. Der Lehrerin ihrer Tochter gegenüber äußerte sie ihre Bedenken zum vermittelten Rollenbild, die Pädagogin stimmte zu und meinte, sie werde zukünftige Aufgaben sorgfältiger auswählen.

 

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