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Stigma: Perioden-Emojis sollen mit Tabu-Thema Menstruation aufräumen

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Über Menstruation reden ist immer noch ein Tabu. Eine NGO möchte das nun ändern - mit einer außergewöhnlichen Idee.

Perioden-Emojis

JetztRed.(Wienerin)

Weltweit leiden immer noch Millionen von Frauen an der Stigmatisierung ihrer Periode und werden dadurch oftmals gesellschaftlich benachteiligt. Die Frauenrechts-Organisation "Plan International" möchte nun ein Zeichen gegen die Tabuisierung setzen und fordert in einer großen Social-Media-Kampagne die Einführung von Perioden-Emojis.

Damit möchte man zeigen, dass die weibliche Menstruation nichts ist, das man verheimlichen muss - sondern genauso wie Einhörner und Melanzani zu unserer Handy-Tastatur dazugehören sollte.

#periodemoji

Welches Emoji tatsächlich als Perioden-Emoji von der Organisation an das Unicode-Konsortium, das für die Auswahl der Symbole verantwortlich ist, vorgeschlagen wird, dürfen wir entscheiden. Auf Facebook lässt Plan derzeit über das beliebteste #periodemoji abstimmen. Zur Auswahl stehen etwa Binden, eine Gebärmutter oder eine Unterhose mit Blut.

Nur 23% der Österreicherinnen sprechen über Periode

Viele KritikerInnen der Idee behaupten, dass die Einführung der Emojis unnötig sei, da man heutzutage "sowieso über Menstruation spricht". Fakt ist allerdings: Nicht nur in Ländern mit unzureichendem Zugang zu Bildung und Aufklärung gilt Menstruation als Tabu. Auch in Europa und besonders in Österreich.

 

Meine Periode und ich: Künstlerin fängt ihre Menstruation in Bildern ein

Alle 8 Bilder anzeigen »

 

Laut einer Umfrage von Clue und der International Women’s Health Coalition fühlen sich nur 23 Prozent der Österreicherinnen dabei wohl, die Periode mit weiblichen (!) Familienmitgliedern zu besprechen (mehr dazu hier).

Die selbstverständliche und vereinfachte Einbindung deartiger Smybole im Alltag könnte außerdem besonders viele jungen Mädchen dabei helfen, auf natürliche Weise mit ihrer Periode umzugehen und darüber zu reden.

 

 

 

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