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Gewalt: Diese SMS-Unterhaltung zeigt, wie schrecklich ein gewalttätiger Partner ist

von

Eine mutige Frau hat den grauenhaften Alltag mit ihrem gewalttätigen Ex-Partner öffentlich gemacht.

JetztRed.(Wienerin)

Achtung: Dieser Text enthält gewalttätige Sprache.

Jede fünfte Frau in Österreich ist zumindest einmal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt bedroht gewesen. Häusliche Gewalt ist die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren und rangiert damit noch vor Krebs oder Verkehrsunfällen.

 

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Doch wie sieht das Leben mit häuslicher Gewalt abseits der Statistiken aus? Eine mutige Frau hat ihren Alltag mit ihrem gewalttätigen Ex-Partner auf der Plattform Imgur in Form von SMS öffentlich gemacht. Und sie zeigen klar, wie omnipräsent und schrecklich das Leben mit Gewalt ist.

 

Imgur/ krissykross

"Das ist ein gutes Beispiel einer Reihe von Texten, die ich während der Arbeit bekommen habe", schreibt sie. Obwohl sie während ihres Dienstes nicht auf ihr Handy schauen durfte.

Imgur/ krissykross  

Als Tony, ein ehemaliger Arbeitskollege des Opfers, ihr dabei geholfen hatte, einen Reifen zu wechseln, wurde ihr Ex-Mann sofort misstrauisch.

Imgur/ krissykross

Als sie einmal abends eine Freundin besuchte, stellte er "Fallen" auf, um zu sehen, ob sie wirklich nachhause gekommen ist. 

Imgur/ krissykross

Als sie zu Besuch bei ihrer Mutter war, hatte sie eine Wunde am Arm, weil er sie gebissen hatte. Die Wunde war so schlimm, dass sie einen Monat lang zu sehen war. Der Täter hatte natürlich Angst, dass sie ihrer Mutter davon erzählen würde.

Imgur/ krissykross  

Er verlangte sogar Fotobeweise dafür, dass sie wirklich dort war. Dann benutzte er eine klassische psychologische Taktik von gewalttätigen Partnern: er gab ihr das Gefühl, nutzlos zu sein.

He then pulled a classic psychological abuse tactic and attempted to make his victim feel worthless.

Das Opfer beschreibt, wie der Täter zunächst ein liebevoller und rücksichtsvoller Mann war - und später zu einem eifersüchtigen und gewalttätigen Partner wurde. "Er schlug mich und fügte mir sexuelle Gewalt zu", schreibt sie. "Er wartete vor meinem Arbeitsplatz - ganze Schichten lang - und sagte mir nicht, ob er die Waffe, die er gekauft hatte, dabei hatte. Ich wollte mit zwei Kolleginnen ausgehen, an meinem 23. Geburtstag. Ich habe es ihm Wochen vorher gesagt und als der Tag kam, hat er mir ins Gesicht geschlagen und meinen Kopf auf den Boden gedrückt, und mich alleine zuhause gelassen, weil er an dem Abend arbeiten musste. Ich habe versucht, in der Nacht zur Polizei zu gehen, er verfolgte mich die ganze Zeit. Ich habe versucht mit seinen Eltern zu reden und die haben mir gesagt, dass das in einer jungen Ehe normal ist und ich ihn immer bestätigen sollte."

Schlussendlich wurde er wegen mehrerer Vergehen verurteilt. Drei Jahre später kann das Opfer offen über ihre Erlebnisse sprechen. "Ich habe diese Texte abgespeichert, um mich immer wieder daran zu erinnern, wie weit es gekommen ist, und um ihm nicht nachzutrauern."

 

Kostenlose Frauenhelpline

Die Helpline der autonomen österreichischen Frauenhäuser bietet rund um die Uhr und anonym gratis telefonische Erst- und Krisenberatung für Frauen, Kinder und Jugendliche, die von Gewalt betrof­fen sind: 0800/222 555.

 

Video: So kämpfen FrisörInnen gegen häusliche Gewalt

 

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