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Lehrerinnen-Kolumne: Warum auch LehrerInnen in Sachen Matura Zuspruch brauchen

von

In Österreich ist grad Matura. Meine eigene ist schon lange her. Und trotzdem betrifft´s mich. Meine Freundinnen sind nämlich auf einmal alle weg!

JetztUrsula Neubauer(Wienerin)

Solo-Zeit, danke Matura ...

Wenn man, so wie ich, vor vielen Jahren maturiert hat, dann könnte einem eigentlich recht wurscht sein, wann das jährliche Prüfungsspektakel abgehalten wird. Ist es nur nicht, weil: In der Zeit hab ich immer ganz viel Zeit für mich selber. Meine Lehrerinnen-Freundinnen und -Anverwandten (die allesamt an AHS oder BHS unterrichten) tauchen da nämlich zuerst in die Korrigier-, dann in die Prüfungstage- und, Maturakonferenz-Höhle (oder Hölle?) ab.

 

"Da geht´s nicht, da ist Matura", gehört zu den Sätzen, die ich in letzter Zeit am öftesten gehört habe. Und schwupp, weg sind sie von der Bildfläche. Brauchen aufbauende Worte und viel Abtauchverständnis. Ja, nicht nur Maturanten sind jetzt grad froh über Zuspruch!

 

Und liebe alle Nichtlehrermenschen, Freunde und Partner vom Prüfervolk: Das kriegen wir doch hin, oder? Da fällt uns doch kein Zacken aus der Krone, richtig?! Wenn´s bei uns im Job stressig ist, sind wir doch auch dankbar, wenn wer sagt: "Wird schon wieder!" Gestehen wir es doch den LehrerInnen dieses Landes (zumindest einmal im Jahr) auch zu.

 

 

Studie: Diese 7 Faktoren sind wichtig, um glücklich im Job zu sein

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Alles wird gut!

Also:"Liebe alle LehrerInnen da draußen, auch ihr, die ihr nicht zu meinem Freundeskreis gehört und mitten in der Matura steckt, es geht vorbei! Bald sind Ferien. Und es ist toll, mit wieviel Engagement die meisten von euch, ihre SchülerInnen bis dahin geführt haben. Mit wieviel Herzblut so viele von euch versuchen, ihre Schützlinge durchzubringen.

 

Denkt an den schönen Moment bei der Zeugnisverteilung, wo ihr sie dann gut vorbereitet ins Nach-der-Schule-Leben entlasst! Und entschuldigt euch nicht ständig, dass ihr grade keine Zeit für Kaffees oder so habt, weil ihr euren Job macht. Habt kein schlechtes Gewissen, dass grad eine anstrengende Phase ist und ihr arbeiten müsst.

 

Ich werde mich nämlich im Juli und August auch nicht dafür entschuldigen, dass ich keine Ferien hab und nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehe, wenn ihr wieder viel Zeit habt. Tut euch nicht zu leid, es ist grad einfach so, wie es ist, also Augen zu und durch, eure Maturanten brauchen euch jetzt! Und bald könnt ihr miteinander feiern.

 

Gemeinsam geht´s trotzdem leichter

Und auch wenn ihr das Gefühl habt, ihr seid grad totale Einzelkämpfer - es gibt auch coole individuelle Strategien: Freundin S. hat mir letztens z.B. erzählt, dass sie mit einer Kollegin im Team korrigiert. Heuer hat sie gar keine Matura. Und korrigiert grad trotzdem fleißig Arbeiten. Weil ihr die Kollegin mit der oder für die sie das macht, voriges Jahr bei ihren Maturaarbeiten geholfen hat. Gefällt mir sehr! Find ich gut! Geteilte Matura ist angenehmere Matura! Und bis zum Ferienbeginn ist es ja auch wirklich nicht mehr lange ...

 

Hey, Frau Fessa!

WIENERIN-Autorin Ursula Neubauer hat selbst mal unterrichtet. Aber nur kurz. Der Lehrberuf war nix für sie. Das Thema Schule begleitet sie aber nach wie vor dank vieler Lehrerinnenfreundinnen. In dieser Kolumne schreibt sie über Erlebnisse zwischen Lehrer- und Nichtlehrermenschen und den ganz normalen Schulwahn(sinn).

 

 

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