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Gender Pay Gap: Island hat als erstes Land Gesetz zur Lohngleichheit

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Island ist und bleibt eine geile Sau was Gleichberechtigung betrifft.

JetztRed. (Wienerin)

Während wir in Österreich noch immer über die zweitschlechteste Position im EU-Vergleich der Gender Pay Gap jammern, zeiht Island weiter voran. Das Land ist nicht nur für seine mega progressiven Karenzssysteme bekannt, zum Weltfrauentag haben sie sich auch noch ein weltweit einzigartiges Gesetz zur Lohngleichheit geschenkt. Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern müssen künftig beweisen, dass sie beiden Geschlechtern gleich viel bezahlen.

 

Bis spätestens 2022 soll so die Einkommensschere geschlossen werden. "Die Zeit ist reif, um etwas Radikales in diese Richtung zu unternehmen" so der isländische Sozialminister Thorsteinn Viglundsson gegenüber "The Independent".

 

Im Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums liegt Island ohnehin schon zum achten Mal in Folge auf dem ersten Platz. Frauen verdienen dort nur 14 Prozent weniger als Männer, was im Vergleich zu Österreich, wo Frauen 22 Prozent weniger als Männer verdienen, gar nicht so ein schlechter Wert ist.

 

Das Gesetz ist auch ein Beweis dafür, dass sich Aktivismus wirklich auszahlt: Noch im Oktober haben tausende Frauen für mehr Lohngerechtigkeit demonstriert. Sie verließen ihre Arbeitsplätze am Equal Pay Day um vor dem Parlament zu streiken. Dieses Vorgehen hat Tradition: 1975 streikten 90 Prozent der isländischen Frauen das erste Mal für Lohngerechtigkeit. Das plötzliche Wegbleiben der vielen Frauen führte in vielen Büros zu Chaos.

 

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