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Kundendaten: Bezahlen wir unsere Flugtickets bald abhängig von unserem Gewicht?

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Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat ein Patent angemeldet, durch das Kundendaten zu Gewicht und Körpergröße schon bald an Airlines weitergegeben werden könnten - um etwa die Ticketpreise darauf abzustimmen.

Interior of modern commercial airplane with passengers on their seats waiting to take off.

JetztRed.(Wienerin)

Bis dato waren vor allem Buchungszeitpunkt, Zielort und Flugzeit ausschlaggebend für den Preis eines Flugtickets. In diesem Zusammenhang immer wieder heiß diskutiert: Sollte auch das Gewicht eines Passagieres in den Ticketpreis einfließen? Schließlich wirkt sich das einerseits auf den Treibstoffverbrauch des Flugzeuges aus, andererseits regt sich auch unter Passagieren immer wieder Kritik an übergewichtigen Reisenden, die kaum in die sowieso schon engen Sitze passen - und damit ihren Sitznachbarn die Reise nicht leichter machen.

Ticketpreis abhängig von Kundendaten

Diese Kontroverse scheint sich nun die Kreditkartenfirma Mastercard zunutze machen zu wollen und hat, wie das Reiseportal Skift berichtet, bereits im Jahr 2015 ein Patent mit dem Titel "Airline-Sitz-Optimierung für Schulterbreite und Größe der Passagiere" angemeldet. Konkret geht es um eine Technik, die anhand von Kleidungs- und Schuheinkäufen Größe und Gewicht der Kunden schätzen könnte.

Laut Patent könnten etwa Airlines die Daten nutzen, zwei übergewichtige oder breitere Passagiere nicht nebeneinander zu setzen. Oder die Ticketpreise zukünftig von den Kilos abhängig machen.

Bei diesen Fluglinien ist das Gewicht bereits jetzt Thema

Was gar nicht so neu wäre: Hawaiian Airlines behält sich vor, Passagiere auf der Strecke von Honolulu nach Pago Pago (Amerikanisch-Samoa) zu wiegen, weil auf diesen Flügen überdurchschnittlich viele übergewichtige Personen an Bord sein.
Uzbekistan Airways führte 2016 ein generelles Wiegen ihrer Passagiere ein, um laut Fluggesellschaft die Sicherheit zu erhöhen.
Samoa Air lässt sich Übergewicht und Übergepack gleichermaßen von den Passagieren selbst bezahlen: Die müssen bereits bei der Buchung Angaben zum Gewicht von Reisenden und Gepäck machen, auf dieser Basis wird dann der Preis für das Flugticket berechnet.



Wie die Website Skift anmerkt, melden große Unternehmen häufig Patente an, ohne jemals tatsächlich damit zu arbeiten. Egal, ob die Weitergabe der Daten durch Kreditkartenunternehmen also nun jemals kommt oder nicht: Es ist jedesmal aufs Neue bemerkenswert, welche Informationen gesammelt und bei Bedarf weitergegeben werden können.

 

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