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Gesetzesentwurf: Oklahoma will Abtreibung nur mit Zustimmung des Erzeugers erlauben

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Nach Arkansas plant auch der US-Bundesstaat Oklahoma eine Verschärfung seines Abtreibungsgesetzes: Diese soll zukünftig nur noch mit einer schriftlichen Erlaubnis des Kindsvaters möglich sein.

Oklahoma will Abtreibung nur mit Zustimmung des Erzeugers erlauben

JetztRed.(Wienerin)

Die Abtreibungsbestimmungen in den USA werden härter: Der republikanische Abgeordnete Justin Humphrey stellte einen Gesetzesentwurf vor, nach dem eine schwangere Frau eine schriftliche Erklärung über die Identität des Vaters sowie dessen Zustimmung zur Abtreibung den verantwortlichen Arzt vorlegen muss. "In diesem Staat soll keine Abtreibung stattfinden, ohne dass der Vater des Fötus schriftlich sein Einverständnis gibt", erklärte Humphrey.

Ausnahmen bei Inzest und Vergewaltigung

Wenn der als Vater identifizierte Mann jedoch angibt, nicht der Erzeuger zu sein, kann er per Gesetz einen Vaterschaftstest einfordern, der die Abtreibung wiederum um mindestens drei Tage verzögert. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind Abtreibungen am sichersten, wenn sie so früh wie möglich durchgeführt werden, jede Verzögerung bedeutet also nicht nur psychischen Stress für die Frau, sondern auch ein gesundheitliches Risiko.

Ausnahmen sieht der Gesetzesentwurf in jenen Fällen vor, in denen der Erzeuger tot ist und die Frau dies nachweisen kann, oder wenn die Schwangerschaft eine Folge von Vergewaltigung oder Inzest ist.

USA-weite Verschärfung der Abtreibungsgesetze

Einen Monat, bevor Oklahoma seine geplanten Neuerungen vorstellte, wurde in Arkansas ein neues Abtreibungsgesetz unterschrieben (wienerin.at berichtete), dass es dem Ehemann oder Familienmitgliedern von Frauen erlaubt, den für die geplante Abtreibung verantwortlichen Arzt zu verklagen und somit den Eingriff zu verzögern. In diesem Gesetz gibt es keine Ausnahmen für Abtreibungen nach Vergewaltigung oder Inzest.

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