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#WomensStrikeAustria: Frauen in Österreich rufen zum Streik am 8. März auf

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Die Initiatorinnen des Women's March haben zum Generalstreik aufgerufen, um zu zeigen: Ohne Frauen geht gar nichts mehr. Jetzt zieht auch Österreich mit.

JetztRed.(Wienerin)

Der Women's March war noch längst nicht alles. Weltweit regt sich feministischer Widerstand gegen den Backlash, der derzeit Frauenrechte wieder zurück in längst vergangene Zeiten befördern will, und Frauenmobilisierung gegen Ungerechtigkeit und Sexismus. 

"Nehmt euch Zeit für eure Rechte!" 


Der nächste Schritt: ein großer Frauenstreik am 8. März (oder wie im Falle des Women's March-Organisationsteams an einem noch unbekannten Tag). Auch in Österreich schließt sich jetzt ein Aktivistinnenteam den Protesten an und ruft für den Internationalen Frauentag einen österreichweiten Frauenstreik aus.  

 

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Posted by Frauen wollen mehr on Tuesday, February 7, 2017

 

Die Initiative geht von der Facebook-Seite Frauen gegen Hofer, die gegen das Frauenbild Norbert Hofers mobilisierte, und einem sich kürzlich gegründeten (pro-)feministischen Kollektiv aus, dem mehrere Frauen aus Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien angehören. 

Ob eine Stunde oder der ganze Tag: Die freie Zeit bleibt den Frauen überlassen


Im Ankündigungstext zum Streik heißt es: "Am 8. März legen wir Frauen in Österreich unsere Arbeit nieder. Egal ob wir angestellt oder selbständig sind, ob wir Hausarbeit erledigen müssen oder Kinder betreuen – am Internationalen Frauentag machen wir das alles: einfach nicht. Denn das ist jener Tag, an dem wir alle Welt daran erinnern, dass wir noch immer nicht gleichberechtigt sind – und dass sich das endlich ändern muss. Ob für eine Stunde oder einen ganzen Arbeitstag: die Zeit, die ihr euch nehmt, bleibt euch überlassen. Nur seid so laut es geht – und fotografiert, postet oder protestiert, was das Zeug hält. Damit ganz Österreich sieht: uns Frauen reicht's!" Wer den Arbeitsplatz nicht verlassen kann, kann durch das Tragen schwarzer Kleidung Solidarität zeigen. Außerdem können Fotos des leeren Arbeitsplatzes gepostet werden oder Transparente mit Solidaritätsbekundungen aus den Fenstern von Büros, Krankenhäusern & Co. gehängt werden. 

 

In den nächsten Wochen sollen auf der Facebook-Seite "Frauen wollen mehr" (ehemals: Frauen gegen Hofer) außerdem Videos, Fotos und Zitate folgen, die zeigen sollen, welchen Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen Frauen in ihrem Beruf und Alltag in Österreich ausgesetzt sind. Eine Forderung ist etwa "Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit", da der Gender Pay Gap in Österreich noch immer über 22 Prozent beträgt. Außerdem werden Frauenquoten in Führungspositionen und eine Aufwertung von sogenannten "Frauenberufen" eingefordert. Ebenso kritisiert werden der Alltagssexismus am Arbeitsplatz sowie die Ausbeutung von Migrantinnen am Arbeitsmarkt. Auch das "Forum Kindesunterhalt" hat bereits einen Streik der Alleinerzieherinnen ausgerufen. Andere interessierte Organisationen können sich jederzeit anschließen und vernetzen, so die InitiatorInnen des Frauenstreiks. 

 

Das ambitionierte Vorbild könnte Island sein: dort legten am 24. Oktober 1975 90 Prozent der Isländerinnen ihre Erwerbsarbeit und unbezahlte Hausarbeit nieder. Das Ergebnis: das Land wurde lahmgelegt. Ob sich so viele Frauen am der Österreich-Version des Streiks beteiligen werden, ist zwar fraglich - dennoch können Frauen damit ein wichtiges symbolisches Zeichen für ihre Rechte setzen, sind die Initiatorinnen überzeugt.

 

LINK zum Event!

 

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