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Gewaltverherrlichend: "Boykottiert den Film Fifty Shades Darker!"

von

Verschiedene Frauenrechtsorganisationen rufen zum Boykott des Films auf. Der Grund ist plausibel.

JetztRed.(Wienerin)

 

FeministInnen, Frauenhäuser und Anti-Porno-Gruppen in den USA, Kanada und Australien rufen derzeit zu einem Boykott des Films "50 Shades Darker" auf, weil er ihrer Meinung nach männliche Gewalt und Unterdrückung glorifiziert. 

 

facebook.com/centeronexploitation  

 

Der Boykott in den USA wird vom National Center on Sexual Sexual Exploitation and Culture Reframed geleitet. Deren Vorsitzende Dr. Gail Dines, Soziologin, sagte gegenüber dem Onlinemagazin "LifeSiteNews", dass die Bücher und Filme der Reihe besonders an junge Frauen gerichtet sind und diese dadurch dazu "sozialisiert werden, dass normaler Sex Unterdrückung und Degradierung von Frauen durch Männer beinhaltet."
 

88 Prozent aller Pornos enthalten Gewalt an Frauen 


Auf ihrer Website weist die Organisation darauf hin, dass Buben bereits im Alter von 11 Jahren ihren ersten Porno schauen, dass 35 Prozent der heruntergeladenen Inhalte im Netz pornografisch sind und dass 88 Prozent der Pornoszenen Gewalt gegen Frauen beinhalten.

 

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Der Film "Fifty Shades Darker" ist die Fortsetzung des erfolgreichen Vorgängers "50 Shades of Grey", die auf den Roman von E.L. James basieren. Die Trilogie schildert die Beziehung zwischen der 21-jährigen Studentin Anastasia Steele und dem sechs Jahre älteren Unternehmer und Milliardär Christian Grey. Bekannt wurde die Romanreihe durch die Schilderung von BDSM-Praktiken. 

 

KritikerInnen des Boykotts meinen, dass Lust auf verschiedenen Ebenen passieren kann - und BDSM-Praktiken eben für manche Leute erregend sind. Doch Jennifer Dunn, Kampagnenleiterin aus Kanada, sieht das anders, schließlich sei die darin dargestellte Beziehung keine gleichberechtigte. Statt den Film zu schauen, sollten Frauen daher lieber 50 Dollar an Frauenhäuser spenden (#50DollarsNot50Shades) und sie ist überzeugt: "Wenn wir damit auch nur einer Frau helfen, aus einer gewalttätigen Beziehung - wie sie auch im Film geschildert wird - zu entkommen, dann ist es das wert."

 

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Der Boykott soll Bewusstsein schaffen, und soll auch auf das große Problem von Pornographie im Internet hinweisen. Doch trotz allem weisen die Initiatorinnen darauf hin, dass natürlich nicht jedes Mädchen oder jede Frau, die sich "50 Shades Darker" ansieht, in gewalttätige Beziehungen hineinschlittert. Trotz allem sei das Thema ein gesellschaftlich sehr wichtiges, weil es eben auf viele Menschen doch einen Einfluss haben kann. Die Glorifizierung von Gewalt in Beziehungen habe einen Effekt auf die Leben von Frauen und Kindern.

 

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Auch Dr. Dines ist überzeugt: "Fifty Shades verherrlicht die Idee von Gewalt als etwas Romantisches. Aber Frauen in gewalttätigen Beziehungen sind zum Schluss keine Heldinnen, so wie im Buch und im Film. Sie sind dann tot." Die Website der Kampagne FiftyShadesIsAbuse.com verlinkt zu verschiedenen Frauenrechtsorganisationen und Frauenschutzeinrichtungen. 

 

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Die Soziologin sieht das starke Interesse von jungen Frauen an der 50-Shades-Reihe darin begründet, dass sie sich mehr Intimität wünschen. "Das ist das Alter, wo man hin und wieder mit jemandem schläft, wo Sex ohne Beziehung stattfindet." Doch: "Christian ist nicht vertrauenswürdig. Er ist ein Stalker." 

 

 

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