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Hawara der Woche : Ewan McGregor sagt Talkshow wegen abfälliger Kommentare über Women's March ab

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Ewan McGregor lässt seiner Solidarität mit Frauen auf der ganzen Welt auch Taten folgen.

JetztTeresa Havlicek (Wienerin)

Der bekannte Schauspieler Ewan McGregor hätte heute Morgen eigentlich in der britischen Frühstückssendung "Good Morning Britain" erscheinen sollen, doch der Schotte sagte kurzfristig ab. Grund: Der umstrittene Kolumnist und Autor Piers Morgan wäre der Gastgeber gewesen. Dieser fiel in den vergangenen Tagen mit abfälligen Kommentaren über den Women's March on Washington auf, und teilte mit, dass er mit Präsident Trump befreundet sei. Er nannte den "Women's March on Washington" einen inhaltsleeren Protest von wildgewordenen Feministinnen".

 

 

Ewan McGregors Auftritt war als Promo für die Verfilmung von "Trainspotting 2" geplant, er hatte früher diese Woche seine Unterstützung für den Women's March artikuliert, beide seiner Töchter sind mitmarschiert. Insgesamt gab es in 60 Ländern Anti-Trump-Proteste, bei denen hunderttausende von Frauen und Männern für gleiche Rechte für Frauen eingetreten sind. "Im Geiste bin ich heute mit den Frauen der Welt", tweetete McGregor. "Meine Töchter marschieren mit, ich bin so stolz so eine große Macht zu sehen."

Der britische Kolumnist Piers Morgan ist Redakteur bei Mail online und meinte vorab: "Ich plane einen 'Männermarsch', um gegen die globale Demaskulierung von wilden Feministinnen zu demonstrieren. Wer kommt mit?" und kritisierte McGregor für seine Absage:

"Es tut mir leid, das zu hören - Ewan McGregor, du solltest die Größe besitzen, um mit Menschen mit anderer Meinung zu diskutieren. Du bist nur ein Schauspieler." Er schreib einen Artikel namens "Madonna und ein paar berühmte, unflätige, böse Frauen haben alle Damen im Stich gelassen" und er suggerierte, der Protest hätte nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern nur mit Trump-Beflegelungen und Hass gegen andere Frauen.

 

Es mag nicht wie eine große Sache wirken, einen Talk-Show-Auftritt abzusagen, aber auch Ewan McGregor hat Verpflichtungen gegenüber seinen Produzenten seinen Film zu promoten. Das man mit frauenfeindlichen Kommentaren und unfundierter Kritik - Piers Morgan fiel diesbezüglich schon öfter auf - nicht weit kommt und dafür auch Sanktionen hinnehmen muss, ist eine wichtige Lektion für Morgan. Insofern ist es ein wichtiges Zeichen von McGregor, hinter seinen Ansichten zu stehen und seinen Solidaritätsbekundungen auch Taten folgen zu lassen.

 

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