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Studie: Darum reden wir mit Hunden und Babys in Babysprache

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Eine neue Studie erklärt endlich, warum wir bei Hunden sofort in die hohe Babystimme wechseln.

JetztRed.(Wienerin)

"Na, du Süßer?" "Dudududu, bist du aber herzig!" "So ein süßes Schatzilein!" Wir alle haben schon einmal so - oder so ähnlich - mit Hunden geredet. Und mit Babys.

 

Warum wir bei diesen plötzlich das Bedürfnis haben, in eine übertrieben hohe Stimmlage zu wechseln, hat jetzt eine neue Studie herausgefunden. 

Ist das Kindchenschema schuld? 


Die ForscherInnen haben tatsächlich herausgefunden, dass die menschliche Kommunikation mit Hunden jenen mit Babys sehr ähnlich ist. Bei Welpen scheint das logisch zu sein - wir alle haben schon einmal vom Kindchenschema gehört. Doch auch bei größeren Hunden wechseln Menschen in die süßliche Babysprache, schreiben die WissenschafterInnen in den "Proceedings B" der britischen Royal Society.

 

Bei der Studie wurden 30 Frauen Bilder von Welpen, ausgewachsenen und alten Hunden gezeigt. Sie mussten einen typischen Satz zu den Vierbeiner-Fotos sagen, wie etwa "Hallo, Süßer, komm her, guter Junge, so ist's fein." Die Sätze wurden aufgezeichnet, um später analysiert - und den Hunden vorgespielt zu werden.

 

Hohes Gesäusel gefällt aber nicht allen 


Das Ergebnis: die Untersuchten haben bei allen Hunden - also in jeder Altersstufe - in eine höhere Stimmlage gewechselt. Bei Welpen war sie besonders hoch. Später waren es auch die Welpen, die auf das hohe Gesäusel am ehesten reagierten. Sie näherten sich sofort den Lautsprechern und hörten länger zu als ältere Hunde. Letztere konnten mit der Babysprache wenig anfangen und sprachen nicht besonders darauf an. Das liegt laut den WissenschafterInnen möglicherweise daran, dass ältere Hunde bereits gelernt haben, nur auf die Stimme ihrer BesitzerInnen zu reagieren, und nicht auf andere. 

 

Warum aber reden Menschen derart hoch und säuselnd mit Hunden - egal wie alt sie sind? Das ist laut ForscherInnen weniger eine Reaktion auf süße Hundegesichter, als einfach ein genereller Impuls bei der Verständigung mit Tieren (und Babys), da diese ja nicht auf den Inhalt des Gesprochenen reagieren, sondern auf die Intonation und den Rhythmus des Gesagten. Bei Welpen verstärkt sich der Impuls, weil sie wegen des Kindchenschemas zusätzlich noch ein Schutz- und Versorgungsverhalten auslösen. Tja, hätten wir das auch geklärt.

 

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