< Zur Mobilversion wechseln >

Diebstahl: Wütender Brief einer Mutter löst Welle der Hilfsbereitschaft aus

von

Einer alleinerziehenden Mutter wird in der Berliner U-Bahn die Geldbörse geklaut. Ihre Reaktion ist verständlich.

JetztRed.(Wienerin)

 

Als ihr am 6. Dezember 2016 in der Berliner U-Bahn die Geldbörse gestohlen wird, ist Sabine nicht erfreut. Der Inhalt: 30 Euro, Ausweise und ihre Monatskarte. Die alleinerziehende Mutter ist wütend - und schreibt daraufhin einen sehr erbosten Brief an den Dieb, der daraufhin durchs Netz geht:

 

U-Bahnhof Samariterstraße | Friedrichshain Notes of Berlin

Posted by Notes of Berlin on Dienstag, 6. Dezember 2016

 

Mit den Worten "Du elendes Stück Scheiße" fängt der Wutbrief an - und wenn man weiterliest, weiß man auch, warum Sabine so wütend ist. "Es ist Nikolaus und du beklopptes Arschloch meinst meine Weihnachten extra teuer machen zu müssen." Sie schreibt, dass sie jetzt eine neue Monatskarte braucht - "140 Euro für die Tonne" und: "Behalte die 30 Euro Geld, die meine Kinder und mich über die Woche bringen sollten, aber gib mir meine Papiere wieder."

Spendenaufruf folgte


Als der Brief vom Blog "Notes of Berlin" geteilt wurde, meldete sich ein Leser, der der Frau 200 Euro geben wollte. Der Blog selber legte 50 Euro dazu und startete einen Spendenaufruf. "Wir haben die beiden bereits connected. Und legen noch 50€ Euro oben drauf. Wer auch noch was draufpacken möchte, schreibt einfach seinen Support-Betrag ins Kommentarfeld und dann machen wir gemeinsam eine vorgezogene Bescherung mit Sabine und ihren beiden Kindern", steht im Facebook-Posting.

 

Gestern erreichte uns folgende Mail: "Hi, ich hab gerade die Notiz von...

Posted by Notes of Berlin on Dienstag, 6. Dezember 2016
 

 

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft, verfasste die Alleinerzieherin Sabine einen Dankesbrief. Darin steht: "Es waren sehr emotionale Tage für mich. Euer Mitfühlen lässt mich fast vergessen, dass ich die Behördengänge noch vor mir habe. Als ich heute Morgen die Monatskarte neu gekauft habe, musste ich wirklich schlucken." Und weiter: "Ihr alle habt gezeigt, dass es zwar einige Arschlöcher, aber sehr viel mehr tolle und warmherzige Menschen in Berlin gibt. Berlin, ick liebe dir! Damit bin ich raus, eure Sabine."

 

Wir haben gerade eine NOTE von Sabine eingesendet bekommen. :) U-Bahnhof Samariterstraße | Friedrichshain Anmerkung...

Posted by Notes of Berlin on Donnerstag, 8. Dezember 2016
 

 

Wie die "Welt" berichtet, will Sabine 300 Euro behalten, um die Kosten des Schadens zu decken. Den Rest spendet sie an eine Organisation für alleinerziehende Mütter.

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

1 Kommentare
Gast: Manu0205
13.12.2016 10:37

Diebstahl Berlin

Leider passiert so etwas auch in Wien, meine schwerkranke Mutter wurde vor einigen Tagen am Weg nach der Bank bestohlen! Geldbörse mit 400 Euro und allen Ausweisen etc. weg! Wer denkt sich bei so einer Aktion etwas ??? So ärgerlich und traurig das ganze ist, würde ich nicht einen "Aufruf" wie Sabine starten - denn für gewöhnlich bringt es nicht und es interessiert sich leider sehr oft keiner mehr für den anderen. Wäre es anders - wäre der Diebstahl meiner Mutter am helllichten Tag auf einem sehr belebten Platz -nicht passiert - aber leider wird in unserer Gesellschaft nur noch weggeschaut und an sich selbst gedacht... Und das vor Weihnachten... :-(