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Fail der Woche: Sexistischer ServusTV-Talk sorgt für Aufregung

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Die Aufregung um die Einladungspolitik bei ServusTV geht weiter.

JetztRed.(Wienerin)

 

"Mann und Frau: Gleichmacherei um jeden Preis?" So lautete der Titel der gestrigen ServusTV-Diskussion "Talk im Hangar-7".

 

Das Credo der Sendung, "Experten konkret und lösungsorientiert" diskutieren zu lassen, ist jedoch angesichts der Einladungspolitik der Sendung weitgehend obsolet geworden. Seit der Aufregung um die Einladung des Identitären Martin Sellner sorgte die Gästeauswahl der Sendung, die von Michael Fleischhacker moderiert wird, wieder für Empörung.

 

Warum? Weil sich unter den Gender-"Experten" unter anderem der Abgeordnete Marcus Franz befand. Wir erinnern uns: das ist jener Mann, der "Pograpschen" für okay befindet, weil Mann wissen will, ob Frau hält, was der "Blick verspricht". Außerdem sind die Anti-Baby-Pille und der Feminismus für ihn schuld am Untergang Europas. Sein Statement gestern: "Feminismus ist der reinste Sexismus überhaupt, er reduziert sich schon im Namen nur aufs Geschlecht." Der "Standard" hat ihn in seiner persönlichen TV-Switchlist ganz treffend beschrieben:

 

 

 

Weitere ExpertInnen: der Rechtsanwalt Werner Tomanek, der mit dem Eingangsstatement "In meiner Generation war die Mutter auch daheim und hat sich dabei in keinster Weise gedemütigt gefühlt" von sich reden machte, die ehemalige ÖVP-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, die überraschend gut ankam, die Gender Studies Professorin Elisabeth Holzleithner, die Sachlichkeit und Expertise in die Diskussion einbrachte, die ÖH-Uni-Wien-Vorsitzende Karin Stanger, die unter anderem betonte, dass sexualisierte Gewalt keine Kleinigkeit ist, und die Biologin Barbara Schweder, die meinte Männer und Frauen würden sich besser verstehen, "wenn sie ihre Unterschiede akzeptieren".

 

Auch auf Twitter sorgte die Sendung für Aufregung:

 

 

 

 

 

 

 

Aber Marcus Franz himself hat natürlich wieder den Vogel abgeschossen - im negativsten Sinne.

 

Dass ServusTV jemanden wie Marcus Franz in so eine Diskussion einlädt, ist wohl dem Wunsch nach Einschaltquoten geschuldet. Verzichbar ist es jedoch allemal. Daher eine Bitte für die Zukunft: liebe TV-Stationen dieses Landes, lasst doch endlich die hysterischen, emotionalen und faktenfreien Aussagen diverser Sexisten aus solch wichtigen Diskussionen heraus. Wir haben genug davon.

 

Zur Serie: unser "Fail der Woche" zeichnet besonders sexistische und frauenfeindliche Aussagen aus.

 

Mehr zum Thema: Fragwürdig: Die "besten" Tweets des Marcus Franz.

 

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