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YouTube: Ich kann nicht aufhören, Dr. Pimple Popper beim Pickel Ausdrücken zuzuschauen

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"Dr. Pimple Popper" nennt sich eine amerikanische Hautärztin, die Videos davon macht, wie sie Leuten Zysten und Pickel entfernt. Millionen Youtube-Follower schauen zu. Dabei sind die Videos definitiv nichts für schwache Nerven.

YouTube-Phänomen Dr. Pimple Popper

TrendsBirgit Brieber(Wienerin)

Wer mich kennt weiß, in Sachen Sauberkeit kann ich schwierig sein. Haltegriffe in U-Bahn oder Bim sind ein Problem. Ein schmutziges Geschirrtuch in der Redaktionsküche, von dem ich nicht weiß, wann (und ob) es gewaschen wurde, auch. Ich will einfach keine Türgriffe am Klo, Haltestangen in Öffis und problematische Stellen an öffentlichen Orten angreifen. Der Grund sind andere Menschen und ihre (vermutlich) schmutzigen Hände. Ich kann einfach nicht anders als daran zu denken, was sie schon alles berührt haben, ob sie grad in die Hand geniest haben und dann ihre Viren überall verteilen.

Ganz anders ist das bei Menschen aus meinem nahen Umfeld. Da graust mir vor (fast) nichts. Wann immer Haare entfernt, Schiefer rausoperiert, trockene Hautstellen untersucht oder Pickel ausgedrückt werden sollen, bin ich zur Stelle.

 

Dr. Pimple Popper

Vielleicht zieht mich deshalb ein Internet-Phänomen namens Dr. Pimple Popper so in seinen Bann. Vor einigen Wochen poppten die Videos auf Facebook auf (der Algorithmus lügt nicht) und zeigte mir einen Artikel eines amerikanischen Online-Beauty-Magazins. Unter dem Pseudonym Dr. Pimple Popper macht die Hautärztin Dr. Sandra Lee seit Jahren YouTube-Videos davon, wie sie PatientInnen Zysten, Pickel, Mitesser oder sonstige Gewächse aus der Haut entfernt. Kurz: Man sieht riesige Eiterbeulen platzen, schaut zu, wie getrocknetes Zeug aus Wunden tritt und die Haut nachher genäht wird. Hört sich grauslich an, ist es auch. Und trotzdem: Ihr Youtube Kanal hat über 2,6 Millionen Follower, ihre Videos werden millionenfach geklickt. Mein einziger Trost bei dieser verdrehten Form der "Unterhaltung": Ich bin definitiv nicht alleine vor dem Schirm, darf gespannt, angeekelt und fasziniert zugleich zuschauen, muss aber nichts angreifen.

 

Aber was macht den Reiz aus, sich das anzuschauen?

Vielleicht ist es ja wie bei Mitessern und Pickeln: Manchmal kann man einfach nicht aufhören zu drücken. Ob die Haut dabei rot und wund wird, egal. Das Gefühl, wenn man einen Pickel "erwischt" hat, ist einfach zu gut. Geradezu befreiend. Nennen wir es "berufsbedingte, wissenschaftliche Neugier". Hört sich gut an.

 

Hier geht's zu Dr. Pimple Poppers YouTube-Account.

 

Fruchtig: 7 Superfrüchte gegen Hautprobleme

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