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Shopping Hochgefühle: Das sagt Ihr liebster Beauty-Store über Sie aus

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Zeig mir, was du kaufst, und ich sage dir, wer du bist! Wohin gehen wir shoppen? Und warum? Wir haben die Antworten!

Brand Identities: Warum wir uns Gefühle kaufen

TrendsBirgit Brieber(Wienerin)

 

Egal ob wir uns kompetente Beratung, Ruhe, Entspannung oder Spaß wünschen: All das können wir uns mit einem einfachen Shoppingbummel erfüllen. Man muss nur wissen, wo.


Glory (Erhabenheit), Joy (Freude), Power (Kraft), Bravour (Kompetenz), Desire (Verlangen), Intensity (Stärke) und Chill (Entspannung): So heißen die sieben Hochgefühle, die uns beim Shoppen leiten. Wie das geht? Marken spielen mit der Inszenierung genau dieser Gefühlszustände und wollen uns Emotionen entlocken. Warum? „Weil wir eben keine Sachen kaufen, sondern Gefühle“, sagt Christian Mikunda. Der Experte für Laden-Dramaturgie reist seit Jahren um die Welt und beschäftigt sich mit den Stores der Zukunft und unserem Einkaufsverhalten. Die Wahl, welche Produkte wir kaufen, passiert dabei ganz instinktiv.

Wir kaufen keine Sachen, wir kaufen Gefühle!
Christian Mikunda

„Je nachdem, welches Gefühl wir gerade suchen und brauchen, begeben wir uns an andere Shoppingorte.“ Je dichter das Angebot an Produkten und Marken, desto wichtiger ist es für Unternehmen, sich klar zu positionieren und vom Mitbewerb abzugrenzen. Wie das passiert? Durch Inszenierung der Räume. Angefangen beim Counter, den Verpackungen, der Kleidung der Mitarbeiterinnen bis hin zur Musik und dem Licht im Geschäft. Auch kleine Rituale helfen. Laut Christian Mikunda erfüllen die Hochgefühle nämlich unterschiedliche Zwecke: „Ein Joy-Ort, also ein Ort der Freude, hat ­therapeutische Funktionen und hilft gegen depressive Verstimmungen. Glory kann am ehesten mit Erhabenheit übersetzt werden und hilft gegen Angst. Chill bringt den Kunden emotional runter, wenn der Druck gerade groß ist.“ Und das alles wird in Zukunft noch viel mehr an Bedeutung gewinnen.


Aber ist so viel Inszenierung nicht auch wahnsinnig anstrengend für den Kunden? „Anstrengend wird es nur, wenn es schlecht gemacht ist und nicht emotional gelebt wird“, so der Experte. „Früher hat man gesagt: Wer nicht lächeln kann, soll kein Geschäft aufmachen. Heute ist die Emotion, die man im Geschäft findet, das emotionale Extra, das unsere Seele wärmt. Man geht in ein Geschäft nicht nur, um zu kaufen, sondern um herauszufinden, wer man ist.“

 

Hier ein paar Beispiele für Shopping-Orte, die Sie bestimmt kennen - finden Sie sich wieder?:

 

Beauty-Shopping: Das sagt ihr Lieblingsstore über Sie aus!

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Buchtipp: In seinem Buch beschreibt Christian Mikunda die sieben Hochgefühle, nach denen Kunden verrückt sind. Warum wir uns Gefühle kaufen, Econ-Verlag, € 37,10.

 

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