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Hygiene: Fäkalwolken auf der Zahnbürste - Bakterienalarm im Badezimmer

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Das Badezimmer ist ein Nährboden für Bakterien. Erreger an der Seife und Bakterien im Make Up: Sieben Hygiene-Fehler, die vermieden werden müssen!

Badezimmer

PflegeRed.(Wienerin)

Wenn wir die Toilettenspülung bedienen, spülen wir damit nicht alles herunter. Im Medical Center der New York University will man nachgewiesen haben, dass ein Teil des Spülwassers bei jedem Spülgang zu einem so genannten Aerosol wird; also zu einer Wolke aus winzigen Toilettenwasser-Tropfen, die durch den Raum schwebt, erst nach wenigen Minuten wieder zu Boden sinkt und so ihre Tröpfchen (samt der wohlmöglich darin enthaltenen Bakterien) im Raum verteilt.

Gesundheitlich gefährlich ist diese Tatsache zwar weniger; leben doch immerhin die meisten seit Jahren gesund und nicht weniger glücklich mit einem offenen Toilettendeckel. Wirklich appetitlich ist die Klowolken-Theorie aber deshalb trotzdem nicht. Ebenso wie die Tatsache, dass sich in all unseren Beauty-Utensilien eine Schar von Keimen, Erregern und Bakterien tummeln können. Wie selbige wiederum dort hin kommen? Ganz einfach. Durch diese Hygiene-Fehler:

Hygiene Fehler 1: Offener Toilettendeckel

Spätestens seit den Erkenntnissen des New Yorker Medical Center denken wir wohl anders über offene Toilettendeckel. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt das gute Stück also vor oder spätestens nach jeder Spülung. Und hält es auch bis zum nächsten Toilettengang geschlossen; nämlichz auch, weil ein geschlossener Deckel optisch einfach schöner anmutet.

 

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Hygiene Fehler 2: Offen gelagerte Make Up Utensilien

Nicht nur durch die Toilettenspülung werden Bakterien und Keime durch die Luft geschleudert, auch durch offene Fenster und Türen gelangen Bakterien, aber auch allergie-auslösende Pollen und Ähnliches, aus der Luft an unsere Pinsel, Schwämme und Bürsten. Sämtliche Beauty-Utensilien, die mit der Haut in Kontakt geraten, sollten daher nicht offen gelagert werden. In kleinen Täschchen, Boxen oder im Badezimmerschrank sind die besser geschützt.

Hygiene Fehler 3: Zu hoher Feuchtigkeitsgehalt

Bakterien brauchen zwei Dinge, um sich zu vermehren: Feuchtigkeit und Wärme. Wo sie diese finden? In Schwämmchen, die noch einen Rest Flüssigmakeup an sich tragen, in Pinseln, die vom Dampf der Dusche klamm geworden sind oder in benutzten Handtüchern, die zerknüllt in der Ecke vor sich hin miefen. Bakterienherde vermeidet man nur, wenn man all diese Utensilien gründlich trocknet. Soll heißen: Handtücher gehören zum Trocknen auf die Heizung, ebenso wie Schwämmchen und Pinsel. Wichtig: Keinesfalls dürfen feuchte Utensilien in Dosen oder Boxen verpackt werden; die Verpackungen wirken wie ein Gewächshaus für Bakterien. Erst im vollkommen trockenen Zustand sollten Pinsel, Schwämme und Applikatoren verpackt werden.

Hygiene-Fehler 4: Seltene Reinigung

Es mag ein wenig aufwendig sein, ist aber der einzige Weg, um Keimen und Co den Garaus zu machen: Wöchentliches Waschen von Pinseln, Schwämmen und Applikatoren. Bei Handtüchern gilt: Alle drei Tage ab in die Wäsche. Kleiner Tipp zur Zeitersparnis: Anstatt einen Waschtag pro Woche einzulegen, kann man sich jeden Tag ein Utensil vornehmen, das man schnell nach dem Schminken säubert.

 

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Hygiene Fehler 5: Falsches Reinigen

Make-Up-Utensilien müssen so gründlich gereinigt werden, dass Bakterien und Keime verschwinden, gleichzeitig muss die Reinigung aber so sanft erfolgen, dass sie nicht in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt werden. Pinselborsten, die zu aggressiv gereinigt wurden, brechen nämlich nicht nur schnell ab, sondern verteilen die Foundation oder den Eyeshadow nicht mehr gleichmäßig. Falsch gereinigte Schwämme werden porös. Idealerweise werden daher spezielle Reinigungsprodukte für Pinsel und Beauytschwämme benutzt, die Wassertemperatur dabei niedrig gehalten und anschließend alle Utensilien gründlich trocknen gelassen. Spülmittel oder ähnlich aggressive Substanzen entziehen Pinseln zu viel Fett und sind daher tabu. Wer keinen Spezialreiniger zur Hand hat, verwendet mildes Babyshampoo. 

Hygiene Fehler 6: Ungewaschene Hände

Bakterien und Co werden nicht nur durch die Luft an Pinsel, Schwämme und Co heran getragen. An unseren Händen haften unzählige Keime, die wir oft unbemerkt auf unser Umfeld übertragen. Besser ist es, man arbeitet mit kleinen Spachteln oder Löffelchen, mit denen man die Foundation, Creme oder Maske aufnimmt. Wer keine solchen Utensilien hat, wäscht sich vor dem Kontakt mit dem Beautyprodukt unbedingt gründlich die Hände. Kleiner Tipp: Auf Seifenstücken, die von mehreren Menschen benutzt werden, lassen sich selbst 48 Stunden nach der Benutzung Bakterienrückstände feststellen. Seifenspender sind die hygienischere Alternative.

Hygiene Fehler 7: Haltbarkeit überschreiten

Foundation, Primer, Rouge und alle übrigen Utensilien halten zwar durchaus einige Monate, aber eben nicht unbegrenzt. Bio-Produkte, die ohne Konservierungsstoffe arbeiten, laufen deutlich schneller ab. Bei puderigen Konsistenzen (z.B. Eyeshadow, Rouge oder Bronzig Powder) kann man hingegen oft sogar von Haltbarkeiten, die länger als ein Jahr andauern, ausgehen. Mascara wiederum läuft zwar nicht unbedingt schnell ab, trocknet aber aus und wird damit ebenfalls unbrauchbar. Sofern kein Ablaufdatum aufgedruckt ist, gilt daher: Bei Unsicherheit über die Haltbarkeit des Produkts, sollte dessen Konsistenz und Geruch geprüft werden. Hieran erkennt auch ein Laie schnell einen Verfall. Kleiner Tipp: Bei falscher Lagerung, kann es noch etwas eher zu einem ungewünschten Ablaufen kommen. Make Up und Co sollten daher möglichst trocken kühl und zum Schutz der Farbpigmente im Dunklen (z.B. Badschrank) gelagert werden.

 

 

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