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Krebserregend: "Ökotest" findet gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Lippenstiften

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Keine guten Testergebnisse für Lippenstifte: 13 Mal die Note "ungenügend" und ein Mal "ausreichend" gibt es von der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 3/2018).

Make Upred.(Wienerin)

Er gehört zum Alltag vieler Frauen dazu: der Lippenstift. Doch wie gut oder schlecht ist die Farbe auf unseren Lippen eigentlich für unsere Gesundheit? Die Zeitschrift "Öko-Test" hat sich insgesamt 22 Lippenstifte genauer angesehen und auf bedenkliche Inhaltsstoffe hin untersucht. Das Ergebnis sieht nicht gerade rosig aus.

 

Erschreckend: Ganze 13 Produkte fallen durch

 

Gute Nachrichten gibt es eigentlich nur für Naturkosmetikprodukte:  Während alle sieben Lippenstifte aus der Naturkosmetikabteilung mit "sehr gut" abgeschnitten haben, schnitt der Großteil der konventionellen Lippenstifte mit "ungenügend" ab. Insgesamt 13 Lippenstiefte fielen durch, einer bekam die Note "ausreichend", und einer war "befriedigend".

 

Aber warum die schlechten Bewertungen? Das Problem sind die Inhaltsstoffe, so "Öko-Test". Die meisten der Lippenstifte basieren auf erdölbasierten Fetten (Paraffinen). In zwölf der 14 getesteten Parraffinprodukte fanden die Tester die sogenannte aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Diese können krebserregende Stoffe enthalten.

 

Krebserregende Stoffe, Blei und gefährliche Farbstoffe

 

Doch das ist nicht nicht alles: auch die chemischen Verbindungen MOSH und POSH wurden in allen Paraffinprodukten gefunden. Die Mineralöle sind problematisch, da sie beim Ablecken und Verschlucken in den Körper gelangen und resorbiert werden können.

 

In einem Lippenstift ("Cream Lip Colour, Mauveine Queen" von H&M) wurde auch ein erhöhter Bleianteil gefunden. Blei ist giftig für die Nerven und kann zu Kopfschmerzen führen. 

 

Gewisse Farbstoffe, die in manchen Produkten enthalten sind, können des Weiteren Allergien auslösen. In zwölf der getesteten Lippenstifte sind die Farbstoffe Tartrazin (DI 19140) und/oder Gelborange (CI 15985) enthalten, die häufig Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. "Während wir essen, trinken, küssen, sprechen oder denken, lecken wir die Schadstoffe unbemerkt ab und verschlucken sie. Die Kritik an Paraffinen, die ÖKO-TEST bei Kosmetikprodukten schon lange übt, bekommt damit in Lippenprodukten eine neue Dimension", schreibt "Öko-Test".

 

Sowohl billige als auch teure Lippenstifte schneiden schlecht ab

 

Sowohl der mit 1,50 Euro günstigste Lippenstift im Test ("PS... Lipstick, Bon Bon" von Primark) als auch der mit 17,20 Euro teuerste ("La Roche-Posay Novalip Duo, 35") fielen im Test durch. Lippenstifte bekannter Marken wie L'Oréal, Maybelline oder Artdeco sind auch unter den Test-Verlierern.

 

Der Lippenstift "Color Riche Intense, Sparkling Amethyst 287" von L’Orèal ist Öko-Test zufolge besonders problematisch – er enthält die meisten Problemstoffe: Duftstoffe, Mineralölbestandteile, halogenanorganische Verbindungen, die in umgewandelter Form krebserregend sein können und bedenkliche Farbstoffe. Auch der Lippenstift "Color Sensational, Summer Pink 148" von Maybelline fällt besonders negativ auf; er enthält Mineralöl, vermutlich krebserregende halogenorganische Verbindungen, bedenkliche Farbstoffe und Silikone.

 

Ein Lippenstift der Marke Yves Rocher ("Rouge Vertugem Satin Shine, 46"), der zwar unter dem Label "Pflanzenkosmetik" geführt wird, aber keine zertifizierte Naturkosmetik ist, fiel ebenso durch. Unbedenkliche Produkte sind also keine Frage des Preises - wichtig sind die natürlichen Inhaltsstoffe.

 

Hier sind die günstigsten, mit sehr gut bewerteten Lippenstifte:

- Terra Naturi Lippenstift Raspberry 13 (bei Müller, cirka 3 Euro)
- Alterra Lippenstift, Tulip 14 (cirka 3 Euro, Rossmann)
- Alverde Color & Care Lippenstift, Dusty Pink 05 (bei dm, 3,75 Euro)

 

Das ganze Testergebnis gibt es in der März-Ausgabe von "Öko-Test".

 

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