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Haare färben: Hat die Wissenschaft endlich eine völlig unschädliche Methode des Haarefärbens gefunden?

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Kann es tatsächlich sein, dass Wissenschafter eine Alternative zum herkömmlichen Haare färben gefunden haben und der Traum vom Regenbogenhaar für alle wahr werden kann? Naja, fast.

Haben Wissenschafter eine völlig unschädliche Haarfärbe-Methode gefunden?

Haarered.(Wienerin)

„Färb dir bloß niemals die Haare!“, bekommt man als Kind eingebläut. „Damit machst du dir alles kaputt!“ Und es stimmt ja: Haarfarbe enthält aggressive Chemikalien wie Peroxide, Ammoniak und Paraphenylendiamine. Sie können die Haarstruktur verändern, das Haar wird brüchig und verliert Glanz. Für die perfekte Farbe (die nunmal nicht immer mit der Naturfarbe übereinstimmt) nehmen wir das aber in Kauf, brennende Kopfhaut inklusive. Vielleicht müssen wir das aber bald nicht mehr.

 

 

Ein ForscherInnenteam an der Northwestern University hat eine Alternative zu schädlichen Haarfärbemitteln entdeckt: Graphen. In einer Studie, die im Fachjournal Chem veröffentlicht wurde, argumentieren die WissenschafterInnen, dass der von Natur aus tiefschwarze Kohlenstoff perfekt zum Haarefärben ist.

In einem Experiment haben die ForscherInnen platinblonde Haarproben mit einer wasserbasierten Graphienlösung bespritzt, gekämmt und trocknen lassen. Das Ergebnis: natürlich aussehendes, schwarzes Haar. So einfach soll die Anwendung auch bei der/dem EndverbraucherIn funktionieren, die Farblösung wird einfach mit einem Spray aufgetragen.

Haarfarbe aus Graphen ist antistatisch und antibakteriell 

Die Farbe durchdringt das Haar dabei nicht, sondern umhüllt es und hält bis zu 30 Wäschen. Zugegeben: Das klingt mehr nach Tönung als nach Färben und funktioniert bislang auch nur, wenn man schwarzes oder braunes Haar haben möchte.

Die Graphenlösung hat aber noch andere Vorteile: Sie ist antistatisch, fliegendes Haar gehört also der Vergangenheit an. Sie ist antibakteriell, das Haar muss also nicht so oft gewaschen werden. Und das mit Graphen behandelte Haar kann die Wärme am Kopf besser regulieren als das naturbelassene Haar.

 

Die ForscherInnen haben sogar noch ein bisschen weiter in eine glänzend-glitzernde Zukunft gedacht: Weil Graphen Strom leitet, könnte man LED-Haaraccessoires tragen, die die Farbe verändern. So ungefähr dürfte man sich in den 1980ern die Zukunft der Mode vorgestellt haben.

 


Studienautor Jiaxing Huang gibt sich jedenfalls optimistisch, das Produkt bald in ein paar Jahren die Regale zu bringen, wie er Co.Design erzählt. "Sobald wir eine gesicherte Finanzierung für unsere Forschung haben, können wir in einigen Jahren auch andere Farben anbieten." Die Zukunft muss also noch ein bisschen warten.

Wir bleiben in der Zwischenzeit wohl bei ausgiebiger Haarpflege.

 

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