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Blowtox: Warum Botox gegen fettige Haare ein (teurer) Unsinn ist

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Früher haben wir die Haare einfach gewaschen. Heute sollen wir uns Botox in die Kopfhaut spritzen. Fragt sich nur, wie sinnvoll das ist.

Haarered.(Wienerin)

Botox hemmt die Übertragung von Nervenimpulsen – und zwar nicht nur bei den Mimik-Muskeln im Gesicht, sondern auch bei unseren Schweißdrüsen. Deshalb wird das pharmazeutische Nervengift oft zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen, so genannter Hyperhidrose, in Achseln oder Hände gespritzt.

 

In den USA wird Botox nun aber auch in die Kopfhaut injiziert, um die Schweiß- und Talgproduktion an den Haarwurzeln zu hemmen. Damit soll die Frisur langanhaltend so aussehen wie frisch nach dem „Blowout“ (waschen, legen, föhnen) beim Frisör. Egal ob nach dem Sport oder bei 30 Grad im Schatten: Mit Blowtox sind Bad-Hair-Days Schnee von gestern. Klingt doch toll.

 

Aber wie klingen rund 150 Nadelstiche in die sensible Kopfhaut, die es braucht, damit das Blowtox wirkt? Oder das Risiko von Spannungskopfschmerzen? Oder immer trockener werdendes Haar und vielleicht sogar trockene, juckende Kopfhaut, die entstehen können, wenn langfristig zu wenig Talg und Schweiß produziert werden? Und nicht zuletzt die hohen Kosten von knapp 800 Euro, die es für eine Blowtox-Behandlung braucht? All das klingt doch eher nicht so toll. Und überhaupt: Wie wäre es einfach mal mit einer Haarwäsche? Das hat in der Vergangenheit doch auch funktioniert. Und zwar frei von jeglichen Risiken und Nebenwirkungen. Und sogar ganz ohne Gift.

 

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