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Parfumeure im Portrait: Juliette Karagueuzoglou - Düfte sind Emotionen

Realistin genug, um zu wissen, dass auch diese Branche hart umkämpft wird, ist Juliette Karagueuzoglou gleichzeitig auch leidenschaftlich genug, um das Wesen eines Parfümes nicht zu verlieren; nämlich dessen Emotionalität!

Blogs(Wienerin)

 

Ihr Werdegang:

Für Juliette Karagueuzoglou gab es eigentlich gar keine andere Option, als Parfümeurin zu werden. Schließlich war der Geruch schon im Kleinkindalter ihr wichtigster Sinn. „Ich habe meine Nase mehr benutzt als alle übrigens Sinne. Meine Eltern waren erstaunt, dass ich ihnen ständig von Düften berichtet habe.“

Mit etwa 13 Jahren erklärte ihr eine Verwandte, wie Parfüm hergestellt wird. Karagueuzoglou war ganz fasziniert von dem Gedanken, dass hinter jedem Parfüm ein Mensch steht, der es erschaffen hat. Als eine Form der Kunst empfand es das junge Mädchen, wenn Menschen dazu in der Lage sind, edle Aromen zu kreieren. Ab diesem Moment war ihr Wunsch klar; der Weg sollte trotzdem noch ein langer sein. Nach dem Abitur studierte Karagueuzoglou zunächst Chemie, ging dann in eine Lehre als Parfümeurin und arbeitet anschließend als Assistentin in großen Duft-Labors. Erst 2007 stieg sie zur Junior-Parfümeurin auf.

Ihr Stil:

Für Karagueuzoglou geht ein guter Duft über die Nase direkt ins Herz. Die Emotionen, die erzeugt werden sollen, müssen dabei keineswegs naiv oder blumig sein. Karagueuzoglou arbeitet gern mit Holz- und Gewürz-Noten, um schwere Aromen samt durchaus schwermütiger Emotionen zu erschaffen. Denn das Gefühl, das durch einen Duft erzeugt wird, muss aus ihrer Sicht vor allem eines sein: Intensiv!

Ihr Wunsch:

Karagueuzoglou wünscht sich, dass die Erfahrung ihrer Kindheit an viele Menschen weiter gegeben wird. Sie würde es begrüßen, wenn schon bei Kindern der olfaktorische Sinn ebenso gefördert würde wie all ihre anderen Begabungen. Immerhin sei der Geruch bereits für Babys die wichtigste Orientierung; es wäre schade, wenn diese Fähigkeit im Alter verloren ginge.

Ihre liebsten Aromen:

Gewürze, Holz und Iris

Ihre erfolgreichsten Kreationen:

„Eau des Jardins“ Clarins, „Before Midnight“ von John Galliano, „Magnificent Blossom“ von Yves Saint Laurent

Ihr Statement:

Der Beruf des Parfümeurs ist aus Sicht von Karagueuzoglou mit einem gewissen Realismus zu betrachten. Die Branche ist internationaler und wettbewerbsorientierter geworden. Wer es zu etwas bringen will, muss technisches Verständnis von Aromen und ein menschliches Feingefühl für die Wünsche des Kunden mitbringen. Doch trotz all dieser Qualitäten, hat, laut Karagueuzoglou, nur derjenige wirklich Erfolg, der sich am Ende des Tages auf sein Herz verlässt. Es sei die Gabe eines guten Parfümeurs, dem Duft eine Seele einzuhauchen.

 

 

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