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POR-NO ODER POR-YES?

Ingrid Mack, Inhaberin des Frauenerotik-Shops Liebenswert, erklärt, warum sich Produzenten lange nicht über feministische Pornos drübertrauten und was FemPornos können.

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  Porno-Irrtümer

Ingrid Mack, Inhaberin des Frauenerotik-Shops Liebenswert, erklärt, warum sich Produzenten lange nicht über feministische Pornos drübertrauten und was FemPornos können.

Was macht einen feministischen Porno überhaupt aus – wann ist’s einer, wann nicht?

Zack! Bum! Hose runter und die beiden Geschlechtsteile stecken zusammen – so was ist nicht realistisch. Bei der feministischen Pornografie geht es darum, dass Sex alles ist. Sex ist auch schon, sich nur zu berühren, Petting. Vor dem Akt wird gestreichelt, liebkost, geküsst. Es geht um Filme, bei denen man die Lust der Frau spürt.

Verkaufen sich Pornos für Frauen?

Ja, durchaus. Wir verkaufen viel mehr als noch vor fünf Jahren. Aber das Problem ist: Viele Frauen, die einmal einen klassischen Porno gesehen haben, sind abgeschreckt. Sie lassen sich auch auf keinen FemPorno ein, weil der „echte“ Porno so ekelhaft war und die Frau nur benutzt wurde. Wenn es dann heißt: „Schauen wir uns einen Porno an?“, dann will die Frau nicht mehr, weil sofort diese abstoßenden Gefühle wieder hochkommen.

Sind FemPornos etwas für Paare?

Die meisten Frauen schauen sich FemPornos mit ihrem Partner an – so sie einen haben. Nur höre ich dann oft: „Na ja, meinen Mann hat es nicht so angetörnt, mich schon.“ Wir Frauen brauchen andere Zugangswege, um nach einer Viertelstunde dort zu sein, wo der Mann schon nach drei Minuten ist. Frauen sind rein physisch vielleicht erregt, aber im Kopf finden sie es gar nicht geil. Der Kopf ist ein Hund.

Warum kommt der feministische Porno erst jetzt?

Weil man eben lange glaubte, da gäbe es keinen Markt. Und: Für die Produktion eines FemPornos braucht man Schauspieler, die halbwegs spielen können und englisch oder deutsch sprechen. Die meisten Darstellerinnen für Mainstream-Pornos kommen irgendwo aus dem Osten, sie müssen nur „uhhh“ und „ahhh“ machen und schön ausschauen. Die Produktion von feministischen Sexfilmen ist teurer, weil man ein Setting braucht und eine Geschichte. Da haben sich bis jetzt kaum Produzenten drübergewagt. Aber das ändert sich jetzt.

Wer kauft FemPornos bei Ihnen?

Meist Frauen ab 30, die aufgeschlossen und mit ihrer Sexualität im Reinen sind

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