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Frauenpornos im Test

Die WIENERIN ging unter die Voyeure. Und liefert ein scharfes Fazit.

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Im Porno bewegt sich was: Der krisengebeutelte Hugh Hefner denkt in seiner Playboy-Villa plötzlich über Frauenrechte nach. Und eine furchtlose Riege an Pornografinnen packt die Feminismus-Keule aus und heimst dafür jede Menge Auszeichnungen ein. Ihr Schlachtruf: „Frauen wollen gute Pornos sehen!“ Bloß: Sind anspruchsvolle Fickfilmchen nicht ein Widerspruch in sich?

Die WIENERIN und FemPorn-Expertin Ingrid Mack haben sich unter die Voyeure begeben und die sechs heißesten Anwärter getestet.


All About Anna

WORUM GEHT’S?
Um Anna, die im Laufe dieses Films viele, aber im Herzen eigentlich nur einen liebt: ihren Exfreund, einen blonden Kapitän. Der ist nur leider nicht greifbar, sondern aufs Meer hinausgesegelt. Also vertreibt sich das bumsfidele Mädel die Zeit in der Küche, im Nähzimmer, auf der Leiter und im Stiegenhaus mit Männern und mit Frauen. Bis sie sich für immer in den heimgekehrten Seefahrer verbeißt – auf dem Holztisch seiner Kombüse.

WER TREIBT’S MIT WEM?
Die Verkörperung von Anna hat das dänische Film- und Musical-Sternchen Gry Bay übernommen. Die schauen dank Wallehaar und der zarten Figur auch Frauen gern an. Ihre abstoßenden Geschlechtspartner hingegen sind keiner größeren Erwähnung wert. Anders ausgedrückt: Man freut sich, wenn der muskulöse Seemann endlich wieder ran darf.
AUSZEICHNUNGEN: Der Streifen ist dreifacher Gewinner der Scandinavian Adult Awards.

FÜR WEN?
Für alle, für die Intimität auch mit Händchenhalten zu tun hat.

DAS SAGT DIE FEMPORNEXPERTIN:
All About Anna ist der perfekte Einstiegsporno für Romantikerinnen: Die Handlung plätschert locker dahin und wartet trotzdem mit guten Überraschungen auf. Ein Film, den man sich bei Kerzenlicht gern mit dem Partner anschaut.

WIENERIN-FAZIT:
Hätte Rosamunde Pilcher Pornoliteratur geschrieben, wäre das die Verfilmung davon. Man kann nebenbei telefonieren oder die Fußnägel schneiden und hat trotzdem nichts verpasst. Pluspunkt: beim Sex passiert mehr als Rein-Raus-Aus. Es gibt Küsse, Stöhnen und von Gefühlen überwältigtes Schluchzen. Fragt sich nur, ob Michael Winterbottoms 9 Songs nicht viel schärfer wäre – für Körper UND Geist.

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