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Ordnung im Kleiderschrank

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Winter adé: Wollpullis und Daunenjacken machen nun Seidenblusen und Röcken Platz im Kleiderscharnk. Der Frühling ist da und mit ihm die Gelegenheit, Ihre Garderobe auf Vordermann zu bringen! Hier das A bis Z der Kleiderpflege.

Kleidung einwintern

styleRed.(TypischIch)

A wie Alles raus!

Endlich Frühling und Sie können Ihre Wintersachen einfach nicht mehr sehen? Verständlich, aber: Trennen Sie sich sauber! Waschen Sie robuste Teile vor dem Einmotten mit möglichst hoher Temperatur, behandeln Sie längst vergessene Problemflecken und lüften Sie empfindliche Kleidungsstücke, auch jene, die Sie wenig oder gar nicht getragen haben, kräftig aus. Nicht entfernte Verschmutzungen und Gerüche setzen sich sonst dauerhaft in den Fasern fest.


B wie Bunt fürs Leben.

Um fahle Buntwäsche schnell wieder zum Strahlen zu bringen, dürfen Sie ruhig mal richtig sauer werden: Eine halbe Tasse Essig im letzten Spülgang der Waschmaschine löst Grauschleier und sorgt dafür, dass intensive Farbtöne länger schön leuchtend bleiben. Hilft übrigens auch bei hartnäckigem Schweißgeruch in Kunstfasern! Und keine Sorge, nach dem Trocknen riecht man auch den Essig nicht mehr. Nur bei sehr heiklen Materialien sollte man auf den sauren Frischekick lieber verzichten.

 

C wie Cocooning.

Seide ist extrem lichtempfindlich. Um die edle Naturfaser vor dem raschen Verblassen zu schützen, sollte sie immer dunkel und staubgeschützt aufbewahrt werden!

 

D wie dicke Freunde.

Ihre Daunenjacke war Ihnen während der kalten Monate lieb und teuer? Dann schenken Sie ihr auch jetzt besonderes Augenmerk: Stärker verschmutzte Stellen wie Kragen oder Armbündchen können schon vor dem Waschen mit Wollwaschmittel behandelt werden. In die Maschine wandert die Jacke dann unbedingt alleine - nur zwei bis drei saubere Tennisbälle sollen zum Auflockern der Federn mit hinein. Wer kein Daunenwaschmittel zur Hand hat, verwendet am besten Wollwaschmittel, alles andere könnte die natürliche Fettschicht der Daunen angreifen. Nach dem Waschgang sollte die Jacke sofort ausgeschüttelt und aufgelegt werden. Während des Trocknens am besten alle zwei Stunden leicht aufklopfen, um die Daunen zu lockern. Darf die Daunenjacke laut Pflege-Etikett in den Trockner, sollte sie auch dort halbstündlich herausgenommen und ausgeschüttelt werden. Wichtig: Um zu verhindern, dass Daunen Schimmel bilden, lässt man sie vor dem Verstauen komplett (!) durchtrocknen und verpackt sie möglichst luftdurchlässig, etwa in einem Baumwoll-Kleidersack.


E wie Eau de Food - SOS-Tipp

Der Lunch mit den Kollegen war köstlich, nur der Essensgeruch in Ihren Sachen hinterlässt einen bitteren Beigeschmack? Vor allem Naturfasern sind von dem hartnäckigen Gruß aus der Küche betroffen. Als rasche Gegenmaßnahme, zum Beispiel bei einem Wollstoffblazer, hilft kräftiges Ausschütteln. Damit lösen sich die Geruchsmoleküle tatsächlich am schnellsten. Danach kurz an die frische Luft hängen, noch mal beherzt schütteln und Ihr Eau de Food sollte sich aus dem Staub machen. Für die Waschmaschine ungeeignete Stücke, die zu Hause immer noch riechen, lässt man eine kurze Runde im Trockner drehen.

 

F wie formvollendet.

Hängen Sie das Schicksal Ihrer Mode-Schätze nicht an den seidenen Faden: Zu schmale, zu breite oder scharfkantige Bügel können die Schulterpartie eines Kleidungsstückes verbeulen und Nähte und Stoff beschädigen. Vor allem schwere, aufwändig gearbeitete Stücke (beispielsweise Abendkleider) brauchen optimal geformte Kleiderhaken, die am besten gepolstert oder samtbezogen sind. Lassen Sie sich im Zweifel einen passenden Bügel aus dem Shop mitgeben. Absolutes No-go: extradünne Metallhaken - die sind wirklich nur für federleichte Tops erlaubt.

 

G wie Gefellt mir!

Fake-Fur wird mit der Zeit oft strohig und matt. Fashionistas mit Köpfchen greifen zu Finishingspray für geschmeidiges, extraglossy Haar und besprühen das Material leicht damit. Das darin enthaltene Silikon macht das Kunstfell weicher und verleiht ihm neuen Glanz.

 

H wie Hardware.

Bevor die Frühlingsmode Einzug hält, wollen auch Kasten und Kommode vom Staub der Wintermonate befreit werden! Das New Yorker Label The Laundress bietet allerlei Nützliches zum Reinigen von Schränken, aber auch spezielle Machine Cleaner für Bügeleisen oder Waschmaschine. Die Produkte sind zu hundert Prozent biologisch abbaubar und in Wien zum Beispiel bei Le Parfum erhältlich.

 

J wie Je-well-ery.

Ihr geliebtes Funkelcollier hat an Glanz verloren? Trübe gewordenem Strassschmuck hilft ein Bad in mildem Seifenwasser, anschließend lassen sich die Stücke mit einer weichen Zahnbürste ganz einfach von ihrem Grauschleier befreien. Angelaufenes Silber wird in einem Salzbad mit einem Stückchen Alufolie wieder blitzblank und Goldschmuck badet man kurz in einer aufgelösten Aspirin-Tablette, bevor man ihn mit einem weichen Tuch poliert. Bewahren Sie Ihre Kostbarkeiten am besten dunkel und gemeinsam mit einem Päckchen Silicakügelchen (findet man zum Beispiel in neu gekauften Lederwaren) auf. Sie binden Feuchtigkeit und verhindern, vor allem bei Silber, dass das Material anläuft. Wichtig: Für das Badezimmer gilt ein strenges Schmuck-Aufbewahrungs-Verbot! Und, auch wenn es sich mit diesen Do-it-yourself-Tricks wunderbar brillieren lässt: Die Reinigung echter Juwelen sollte man in Profi-Hand legen.


I wie Inventur.

Nutzen Sie den Saisonwechsel, um Ihre Garderobe gründlich durchzuchecken: Was wurde länger als ein Jahr nicht getragen und kann weg? Die Betreiberinnen des Secondhand-Onlineshops www.mintcondition.at etwa kaufen gebrauchte Designerteile zu sehr fairen Preisen an! Fotografieren Sie hingegen Kombis, die Sie besonders gelungen finden und bewahren Sie die Bilder als Styling-Starthilfe für die nächste Wintersaison auf. Der ultrakuschelige Lagenlook, der so perfekt gepasst hat, soll über die Sommermonate schließlich nicht in Vergessenheit geraten.

 

K wie Knotenpunkt.

Wer sich schon den ganzen Winter über lästige Knötchen und fliegende Fasern geärgert hat, sollte spätestens jetzt zur Tat schreiten und Stücke aus Wolle möglichst fusselfrei in die Sommerpause schicken. Pillings, so nennt man die Wollknötchen, die sich meist an stark beanspruchten Stellen breitmachen, lassen sich mit einem alten, stumpfen (!) Einwegrasierer oder einem grobkörnigen Bimsstein entfernen. Besonders hochwertige Stoffe wie Kaschmir kann man auch mit einem Wimpernkamm von den kleinen Knoten befreien. Eine Abkühlung gibt es hingegen für fusselnde Angora-Pullis: einige Stunden in ein Plastiksackerl verpackt ins Gefrierfach legen, gut trocknen lassen und beim Stapeln immer nach oben legen, damit die Härchen nicht gedrückt werden. Angora-Pullis sollten übrigens nie mit Weichspüler gewaschen werden, das Fliegende-Härchen-Problem wird so nämlich noch schlimmer.

* wie leder-love. An Hosen aus weichem Nappaleder gibt es heuer kein Vorbeikommen. Wer sich eines der Keypieces geschnappt hat, sollte auch bei der Pflege up to date sein: Leder reinigt sich selbst und muss generell nicht gewaschen werden, eine leichte Imprägnierung ab und zu reicht. Flecken und Kratzer entfernt man am besten durch sanftes Reiben mit dem Handballen oder bei festsitzenden Verschmutzungen mit einem Lederradierer. Bei Materialmischungen, zum Beispiel aus Leder und Jersey, ist Handwäsche Pflicht! Knittern die Ledereinsätze nach dem Trocknen, kann man sie mit dem Föhn erwärmen und in Form ziehen.


M wie Monster-Appetit.

Motten sind echte Fashion-Gourmets und lieben reine Tierfasern wie Kaschmir. Sind die Stücke dazu noch staubig, mit Seidenpapier unterlegt oder riechen sie leicht nach Schweiß, ist die Fresslust der Schädlinge kaum zu bändigen. Gegenmaßnahme: Legen Sie ein mit Lavendelöl beträufeltes Stoffstück zu Ihren Stricksachen und frischen Sie den Duft immer wieder auf. Stücke, die schon befallen sind, verbannt man übrigens am besten für ein paar Tage in die Gefriertruhe.


N wie Nacht & Nebel.

Wer sich häufig in Schale wirft, muss nicht zwingend zum Putzerei-Dauergast werden. Ein bisschen heiße Luft tut's auch: Bestickte Roben, Paillettenstoffe oder aufwändige Drapierungen lassen sich mit einem Mini-Steamer ganz easy auffrischen und entknittern. Dampfgeräte für zu Hause gibt es etwa bei www.qvc.de ab € 75,-.

 

O wie offen für alles?

Schließen Sie Reißverschlüsse und Knopfleisten immer vor der Maschinenwäsche, sonst verziehen sich nach und nach die Nähte Ihrer Outfits und sie verlieren die Form!


P wie Platzanweiser.

Hängen oder Legen? So bringen Sie Ihre Mode-Mannschaft in die richtige Position: Schwere, leicht dehnbare Materialien wie Strick oder Stretch werden gelegt. Je heikler und flauschiger das Teil, desto höher steigt es in der Stapel-Rangordnung. Filigrane oder knitteranfällige Outfits, etwa Blusen und Blazer, sollten mit möglichst viel Abstand hängen und werden am Bügel immer geschlossen. Auch für Leder gilt ein strenges Falt-Verbot, hier sind Clipbügel die erste Wahl. Eine Schaumstoffschicht zwischen Stoff und Clip ist Pflicht, sonst bleiben hässliche Abdrücke. Die drohen übrigens auch bei klassischen Hosenhaken. Vor allem dunkle Stoffe können durch das Überschlagen in der Mitte ausbleichen.

 

Q wie Querschläger - SOS-Tipp

Wer kennt das nicht: Einmal gewaschen und das eben noch perfekt geschnittene Top hat die Form verloren. Verzogene Nähte bringen auch unsere Laune ganz schnell in Schieflage. Jetzt heißt es schnell sein: Ziehen Sie das Kleidungsstück noch nass in Form und fixieren Sie Schulternähte und Saum mit Klammern am Wäscheständer. Wichtig: Achten Sie schon vor dem Kauf auf gleichmäßig verlaufende Seitennähte mit eng gesetztem Stich und lassen Sie sich nicht vom Preis täuschen. Allzu oft werden auch teure Stücke zu lästigen Querschlägern.


R wie Randerscheinung.

Die Verbindung aus Dark-Denim und hellen Stoffsneakers sieht zwar smart aus, ist aber oft dauerhafter als uns lieb ist. Um dunkle Hosenränder auf hellen Schuhen zu vermeiden, den Schuh vor dem Tragen einfach mit Haarspray besprühen!


S wie Strickeria.

Ihr Wollpulli zeigt Allüren? Gönnen Sie ihm eine Sonderbehandlung, bevor er zur Kratzbürste wird: Waschen Sie reine Wolle nur, wenn es wirklich nötig ist. Meist reicht es, das Kleidungsstück ins dampfende Bad zu hängen, die Fasern reinigen sich dabei selbst. Ist eine Wäsche dennoch nötig, gilt: Nicht reiben, nicht wringen und nur sanft in mildem Waschmittel (oder Haarshampoo) wiegen, sonst verfilzt das Gewebe. Danach sorgfältig auflegen und langsam (!) trocknen lassen.


T wie Taschentrick.

Wer keinen passenden Stoffsack zur Hand hat, verwendet einen alten Polsterüberzug, um eingelagerte Taschen vor Licht und Staub zu schützen. Veloursleder-Bags, die während der Wintermonate matt geworden sind, verpasst man mit einem Mikrofasertuch eine sanfte Abreibung.

* wie Ups, fleckenalarm!

Vor dem Business-Meeting noch schnell den Lippenstift am Blusenkragen verewigt? Hier kommen die schnellsten Fleck-weg-Tricks: Um Lippenstift und Make-up-Spuren rasch loszuwerden, hilft meist schon ein bisschen Spülmittel auf einem sauberen Tuch. Fettfleck auf dem Top? Schnell Mineralwasser drauf, die Kohlensäure löst die Fettmoleküle! Milchkaffeepatzer sollten immer kalt gereinigt werden. Eine Mischung aus Salz und Wasser auf den Fleck getupft, beseitigt das Gröbste, übrigens auch bei Rotwein.

 

Auch bei alten, festsitzenden Flecken ist längst nicht alles verloren: Herkömmliches Waschsoda ist eine echte Wunderwaffe im Kampf gegen Fett, Rotwein & Co!

 

V wie Vintage-Muff.

Gegen den typischen Secondhand-Geruch hilft ein hochprozentiges Geheimrezept: Wodka mit der doppelten Menge Wasser mischen und die Stücke damit besprühen. Vorsicht bei Seide, hier kann die Mixtur Flecken hinterlassen.


W wie Weisses Wunder.

Ein Packerl Backpulver in die Trommel der Waschmaschine, und vergraute Baumwollbasics werden wieder blütenweiß!


X wie Xl-Auswahl.

Massenhaft Klamotten und nichts anzuziehen? Ordnen Sie Lieblingsstücke, zu denen Sie ohnehin immer greifen, nicht oben auf den Kleiderstapel, sondern nach unten und hängen Sie nach Möglichkeit nichts in Schichten übereinander. Nur wer all seine Schätze sieht, trägt sie auch wirklich.

 

Y wie Ylang-Ylang, Lavendel & Co.

Wer gern duftende Bettwäsche und Handtücher hat, kann etwa fünf Tropfen ätherisches Öl in die Weichspülkammer der Waschmaschine geben. Der natürliche Duft ist umweltschonend und hält Motten fern.


Z wie Zärtlichzeit.

Für BHs mit gepaddeten Cups gibt es eine praktische Erfindung: den Betty Ball, eine spezielle Waschkugel. Er sorgt dafür, dass die BH-Schalen in der Maschine schön geformt und glatt bleiben. Weichspüler und Trockner sind bei der Dessous-Pflege übrigens tabu - sie verringern die Elastizität der zarten Stücke.

 

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