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Kinderwagen-Test: Teuer ist nicht unbedingt besser

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Zwischen 500 und 1000 Euro geben die meisten Eltern für ihren Kinderwagen aus, einige Modelle kosten sogar noch mehr. Die deutsche Stiftung Warentest hat nun die Qualität von 14 Kinderwägen genauer angeschaut. Nur einer davon schnitt mit der Note "gut" ab.

Frau mit Kinderwagen

aktuellesRed.(TypischIch)

Sie begleiten die meisten Mütter und Väter mit Babys täglich über viele Monate und teilweise sogar Jahre: Kinderwägen. Da lohnt es nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität zu schauen. Die deutsche Stiftung Warentest hat 14 Kinderwägen von bekannten Marken genauer betrachtet. Das Ergebnis ist nicht ganz so erfreulich, denn nur einer davon schnitt mit dem Urteil "gut" (Britax Go von Britax Römer) ab, ein "sehr gut" gab es gar nicht. Die Testergebnisse etwas näher im Detail.

 

Verwendetes Material

Im letzten Kinderwagen-Test der Stiftung Warentest vor fünf Jahren schnitten zehn der getesten Kinderwägen mangelhaft ab, weil Schadstoffe gefunden wurden. Beim aktuellen Test waren es "nur" zwei: Beim Kinderwagen von Joolz enthält der Bezug poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) wie Naphtalin. Diese Substanz steht im Verdacht Krebs zu erzeugen. Weiters enthalten die Schiebergriffe des Stokke kurz­kettige Chlorparaf­fine, welche Kunststoffe weich machen und ebenfalls Krebs erzeugen sollen. Die Gefahr dabei ist, dass die Mutter diese über die Haut aufnimmt und über die Muttermilch an das Kind abgibt. Seit 2012 verbietet die EU die Verwendung dieser Substanzen.

Positiv erwähnt wird in diesem Zusammenhang die Marke Naturkind, welche Schurwolle und Kork verarbeitet hat.

 

Komfort für die Kinder

In der Liegeposition sollten Kinder zumindest 35 mal 78 Zenti­meter Liegefläche für sich zur Verfügung haben. In der Breite gibt es bei einigen Kinderwägen Probleme. Das ist im Winder, wenn die Babys dick eingehüllt sind und bei größeren Kindern schwierig.

Die Wagen sollten erst dann in Sitzpositionen umgestellt werden, wenn die Kinder sitzen können, was frühestens ab dem 7. Monat der Fall ist. Viele Eltern gleichen den mangelnden Platz mit einer verfrühten Umstellung aus. Deswegen sollten sich die Sitze möglichst flach legen lassen, um die Übergangszeit zu erleichtern. Bei den Marken Bugaboo, Joolz und Stokke ist aber der flachste Winkel der Sitzposition bereits zu hoch  für die noch nicht voll entwickelte Rückenmuskulatur des Kindes.

Weiters sollten die Sitze für Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren gedacht sein. Nur dass in den verschiedenen Phasen unterschiedliche Bedürfnisse vorhanden sind. So bräuchten manche Wägen zu Beginn sitzverkleinernde Kissen und mitwachsende Fußstützen, bei anderen Wägen sind die Sitze wiederum zu tief und die Lehne zu kurz für ältere Kinder.

 

Komfort für die Eltern

Nur zwei Wägen sind für große und kleine Menschen gleichermaßen geeignet, weil sich die Schieberstanden entsprechend einstellen lassen und die Eltern sich nicht übermäßig strecken oder bücken müssen, um den Wagen zu schieben.

Ebenfalls im Visier der Untersuchungen: Wie schnell und klein sich ein Kinderwagen zusammenklappen lässt. Positiv aufgefallen ist der Peg Perego, während Hartan, Knorr-Baby und Maxi-Cosi besser nur in Kombination mit einem größeren Auto zu empfehlen sind, weil sie einfach viel Platz brauchen.

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