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Tolle Knolle

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Egal ob Kartoffeln oder Erdäpfel: Die kleine Knolle ist gesund und schmeckt. Dank ihres Stärkegehalts macht sie schnell satt, hat aber trotzdem weniger Kalorien als Brot, Reis oder Nudeln. Die tolle Knolle lässt sich je nach Sorte zu einer cremigen Suppe, einem flaumigen Knödel oder einem herzhaften Gratin verzaubern.

FamilieVictoria Schubert(TypischIch)

Info

Wussten Sie, dass

  • ... Herr und Frau Österreicher im Jahr rund 56 kg Kartoffeln pro Kopf verspeisen?

    ... am 18. September der „Tag des Erdapfels“ in Österreich begangen wird?

    ... jene Kartoffeln als „Heurige“ bezeichnet werden, die schon früh, also im Mai oder Anfang Juni geerntet werden?

    ... die Bezeichnung „Kartoffel“ auf das italienische Wort „tartufo“ (Trüffel) zurückgeht? Die Knollen wurden erst mit Trüffel-Pilzen verwechselt.

Der Ursprung des „Erd-Apfels" ist in Südamerika. Schon vor mehreren tausend Jahren sollen die Inkas die Knolle kultiviert haben. Durch die spanischen Eroberer fand die Kartoffel schließlich im 16. Jahrhundert ihren Weg nach Europa.


Die Staudenpflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Schalenfarbe der Knollen reicht von hellem Gelb über Rosa bis Violett und Dunkelbraun.

 

Mehlig oder fest
Heute sind mehrere hundert Kartoffelsorten am internationalen Markt erhältlich. Heimische Ware hat von Anfang Juni bis Ende Oktober Saison. Je nach Sorte schmecken die Erdäpfel milder oder würziger und eignen sich für unterschiedliche Gerichte.


Grundsätzlich können Sie in drei Kochtypen unterschieden werden: Mehlige, Festkochende und vorwiegend Festkochende. Festkochende zeichnen sich durch einen niedrigeren Stärkegehalt aus. Sie bleiben auch nach dem Kochen fest und eignen sich deshalb unter anderem gut als Bratkartoffeln oder für Erdäpfelsalat. Mehlige zerfallen dagegen aufgrund ihres hohen Stärkegehalts nach dem Kochen leicht und können für Suppen, Pürees, Knödel oder Nockerl verwendet werden.

 

Innere Werte
Kartoffeln sind nicht nur vielseitig in der Küche einsetzbar, sie sind auch gesund. So enthalten Erdäpfel unter anderem Kohlenhydrate, Ballaststofe, verschiedene B-Vitamine, Kalium, Magnesium und Vitamin C.


Was man kaum vermutet: Zwei bis drei Kartoffeln decken bereits den halben Tagesbedarf an Vitamin C und ein Viertel des Tagesbedarfs an Magensium. Was den Kaliumgehalt angeht, übertreffen Kartoffeln sogar andere Obst- und Gemüsesorten.

 

Lagerware
Kartoffeln werden am besten in einem dunklen, kühlen (4-6° C) und luftigen Raum wie dem Keller gelagert. Frühkartoffeln sind allerdings nur rund zwei Wochen haltbar, später geerntete Sorten können über den gesamten Winter eingelagert werden, sofern sie beim Kauf unbeschädigt waren.


Die richtige Lagerung hat übrigens auch einen gesundheitlichen Aspekt: Zum Schutz vor Schädlingen bildet die Pflanze natürliche Giftstoffe (Alkaloide), die in der ausreiften Knolle jedoch kaum noch zu finden und daher für den Menschen für gewöhnlich ungefährlich sind. Unter gewissen Umständen, etwa wenn die Knollen falsch gelagert werden, kann der Anteil der Giftstoffe aber ansteigen.


Grünlich gefärbte Stellen deuten auf einen höheren Alkaloid-Gehalt hin. Augen und Keime der Knollen sollten vor dem Verzehr sicherheitshalber immer entfernt werden, ebenso die Schale.

 

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